Wärmepumpe im Altbau – geht das?
In den meisten Fällen ja. Ich sehe am Niederrhein jede Woche Häuser aus den 60er- und 70er-Jahren, in denen Wärmepumpen gut laufen. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern ob die Heizkörper mit niedriger Temperatur auskommen.
Der einfache Test
Drehen Sie im nächsten Winter an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur Ihrer jetzigen Heizung auf etwa 55 °C herunter. Werden alle Räume noch warm? Dann ist Ihr Haus mit hoher Wahrscheinlichkeit wärmepumpentauglich. Wenn einzelne Räume kalt bleiben, liegt es oft nur an einem zu kleinen Heizkörper.
Was wirklich zählt
- Heizlast: Wie viel Wärme braucht das Haus? Das bestimmt die Größe der Wärmepumpe.
- Heizkörper: Größere Flächen erlauben niedrigere Temperaturen. Einzelne Heizkörper zu tauschen ist viel günstiger als eine Fußbodenheizung.
- Hydraulischer Abgleich: Sorgt dafür, dass die Wärme überall ankommt.
- Dämmung: Hilft, ist aber oft keine Voraussetzung.
Was ich nicht empfehle
Eine Wärmepumpe pauschal nach Wohnfläche zu bestellen. Ein zu großes Gerät läuft ineffizient und kostet mehr. Mit der raumweisen Heizlast wissen Sie und Ihr Heizungsbauer genau, was gebraucht wird.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Fußbodenheizung?
Nein. Die meisten Bestandshäuser laufen mit Heizkörpern, gegebenenfalls nach Tausch einzelner Heizkörper.
Muss ich erst dämmen?
Nicht zwingend. Wenn Sie ohnehin Dach oder Fenster machen wollen, lohnt es sich aber, das vorher zu planen – dann reicht eine kleinere Wärmepumpe.
Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir kurz. Ich melde mich persönlich, in der Regel am selben Werktag.
